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Standort und Verbreitung:
Christophskraut gedeiht in Buchen- und Mischwäldern, ist vielfach auch an Ufern von Bächen anzutreffen und braucht feuchten, steinigen Boden. Ihr Verbreitungsgebiet ist ganz Europa.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Der Wirkstoffgehalt der Pflanze ist nicht gesichert, vermutlich handelt es sich dabei um Aconitinsäure. Die Beeren können für Kinder eine Gefahr darstellen. Die Symptome einer Vergiftung sind Entzündungen von Magen und Darm mit Erbrechen und Durchfall; auch Kreislaufbeschwerden sind möglich. Bei starker Giftaufnahme, im Prinzip nur bei unsachgemäßer Anwendung in der Volksheilkunde, kann es zu Bewußtseinstrübung und Atemnot kommen. Äußerlich können die Beeren auch Entzündungen der Haut hervorrufen.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Christophskraut wird heute nicht mehr in der Heilkunde verwendet.
Name:
Ihren Namen erhielt die Pflanze nach dem Heilige Christophorus. Selbiger galt als Schutzheiliger bei Krankheiten, Tod und so auch bei der Pest, gegen die man das Christophskraut verwendete. Weitere Bezeichnungen waren Hexenkraut, Johanniskraut, Wolfsbeere und Teufelsbeere. Der Gattungsname Actaea stammt aus der griechischen Sage. Darin wurde Aktäon von Arthemis, der Tochter des Zeuss, in einen Hirsch verwandelt, als er ihr beim Baden zusah. Die Hunde Aktäons zerrissen daraufhin ihren Herren, da sie von den Beeren des Christophskrautes toll geworden waren. Der Artname spicata ist lateinisch und heißt ährig, womit er auf den Blütenstand verweist.
Geschichtliches:
Bei den Kräuterärzten des Mittelalters galt das Christophskraut als giftig und sie warnten vor seinem Gebrauch. In der Volksheilkunde wurde die Pflanze als Brech- und Abführmittel sowie gegen Rheuma und gegen die Pest verwendet. Die Bauern brannten mit dem Kraut beim Vieh Wunden aus |