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Bestimmungsmerkmale:
Der Gemeine Bocksdorn wächst als Strauch und wird bis zu 3 m hoch. Die lilafarbenen Blüten stehen in den Blattachseln, sie haben 5 Blütenblätter und erscheinen von Juni - September. Von August - Oktober entwickeln sich dann die länglich eiförmigen, roten Beeren. Der Strauch trägt längliche elliptische Laubblätter und Dornen.
Standort und Verbreitung:
Der Bocksdorn wird in verschiedenen Arten vorwiegend als Zierhecke angepflanzt. Er wächst teilweise aber auch verwildert an Mauern und Zäunen. Man findet ihn in ganz Europa.
Giftstoffe, Wirkung und Symptome:
Die Pflanze enthält Solasodin. Die roten Beeren können für Kinder eine gewisse Gefahr darstellen. Die Symptome sind Kratzen in Mund und Rachen, Erbrechen und Durchfälle, möglicherweise auch Krämpfe und erweiterte Pupillen. Die frühere Auffassung, Bocksdorn führe zu ähnlichen Vergiftungen wie Tollkirsche gilt nicht mehr als gesichert. Die Symptome ähneln einer Solaninvergiftung (z.B. Bittersüßer Nachtschatten), sind aber eindeutig schwächer. So wurden auch nach Aufnahme mehrerer Beeren keine Symptome festgestellt, was nicht heißen soll, daß es keine Ausnahmen gäbe.
Heilwirkung und Medizinische Anwendung:
Der Bocksdorn wird in der Heilkunde nicht mehr verwendet.
Name:
Die Pflanze wurde früher auch Buchsdorn genannt, da sie Ähnlichkeiten mit dem Buchsbaum aufweist. Daraus hat sich dann der Name Bocksdorn entwickelt. Weitere Namen sind Teufelszwirn und Filzkraut. Der Gattungsname Lycium bedeutet aus Lykien stammend, der Artname barbarum heißt ausländisch, fremd. |