
Tollkirsche |
Tollkirsche
Pflanze: Atropa belladonna L. Familie: Nachtschattengewächse (Solanaceae)
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Giftpflanze!
Die Tollkirsche ist in Europa und Kleinasien beheimatet und aufgrund ihrer in allen Pflanzenteilen vorkommenden Alkaloiden sehr giftig. Bereits geringe Mengen können tödlich sein. Die ausdauernde, krautige Pflanze wird 1 bis 2 m hoch und blüht zwischen Juni und August. Die einzeln hängenden Blüten haben eine glockig-röhrige Form und sind außen violett gefärbt. Leicht zu erkennen ist die Frucht, die anfänglich grün, später glänzend schwarz wird, Kirschgröße erreicht und auf sternenförmig angeordneten Kelchblättern sitzt. Da es immer wieder vor allem bei Kindern zu Vergiftungen kommt, wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit empfohlen, giftige Pflanzen nicht in Anlagen wachsen zu lassen, die Kindern leicht zugänglich sind.
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Anwendung:
Alle Pflanzenteile enthalten Tropanalkaloide, u.a. Atropin, Hyoscyamin und Scopolamin, die die Wirkung des körpereigenen Botenstoffs Acetylcholin aufheben (Parasympatholytika) und zusätzlich auf das Zentralnervensystem wirken. Dabei unterscheiden sich die Wirkungen der einzelnen Alkaloide und ihre therapeutische Breite, so dass heute überwiegend die Einzelsubstanzen als standardisierte Fertigarzneimittel (z.B. Scopolamin gegen Übelkeit und Erbrechen, Atropin zur Pupillenerweiterung bei augenärztlichen Untersuchungen, als Antidot gegen Vergiftungen mit Insektiziden, zur Narkosevorbeitung) eingesetzt werden.
Die Pflanze und alle ihre Zubereitungen sind verschreibungspflichtig und nicht für die Selbstmedikation geeignet! (s. Hinweise)
Anwendung in der Homöopathie: zur Behandlung hoch fieberhafter Erkrankungen. |
Zubereitungen:
Verschiedene verschreibungspflichtige Fertigarzneimittel. |
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